Letzte Änderung: 18. April 2017

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2017

 

10002 Vorlesung: Neuere Rechtsgeschichte

In modernen Gesellschaften spielen Normen eine zentrale Rolle. Längst nicht alle sind Normen des Rechts. Wie sich inmitten von sozialen, politischen, philosophischen, wirtschaftlichen und religiösen Ordnungsmustern juristisch verbindliche Normen herausschälen konnten, welche Wechselwirkungen dabei bestehen und welche Funktion dem Recht in seiner Geschichte zugedacht war, wird in elf historischen Schlaglichtern untersucht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 19. und 20. Jahrhundert.

Literatur:

Karl Kroeschell, Deutsche Rechtsgeschichte, 3 Bände, Köln etc. 2008.

Ulrich Falk/Michele Luminati/Mathias Schmoeckel (Hg.), Fälle aus der Rechtsgeschichte, München 2008.

Peter Oestmann, Wege zur Rechtsgeschichte. Gerichtsbarkeit und Verfahren, Köln etc. 2015.


Termin: Montags, 14–16, UL 6, 2116

 

10605 Seminar: Niklas Luhmann, die Systemtheorie und das Recht

Die Systemtheorie von Niklas Luhmann ist die wohl umfassendste Gesellschaftstheorie, die das 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Ihr Aufbau betrifft alle Bereiche der Gesellschaft und hat insbesondere für das Recht Implikationen, die in ihrer Breitenwirkung noch nicht sämtlich durchdrungen sind. Die Veranstaltung versucht, die Genese der Theorie und ihre Weiterentwicklung in der aktuellen Rechtstheorie nachzuzeichnen.


Termin: Mittwochs, 18–21, UL 9, 210

Organisatorisches: Teilnahme nur nach persönlicher Anmeldung. Kontakt zur Terminabsprache: benjamin.lahusen@rewi.hu-berlin.de


Wintersemester 2016/2017

 

Vorlesung: Neueste Rechtsgeschichte

Die Vorlesung gehört zu den Pflichtveranstaltungen des Schwerpunktbereis Zeitgeschichte und zeitgenössische Theorie des Rechts. Nach einer Einführung in Quellen und Methoden zeichnet sie die Entwicklung der Rechtsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert nach. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Wissenschafts- und Ideengeschichte.


Termin: Mittwochs, 12–14, BE 2, 139A
Art der Veranstaltung: Vorlesung (2 SWS)

 

Seminar: Juristen. Praxis und Gegenwart

Respondere, cavere, agere: mit dieser Trias von Gutachtertätigkeit, Vertragsgestaltung und Prozeßvertretung beschreiben die römischen Juristen ihre Tätigkeit. Heute ist diese Tätigkeit deutlich vielseitiger. Juristen verwalten den Staat, regulieren parlamentarische Arbeit, verklagen Staaten; Juristen bewegen das für den Kapitalismus notwendige Kapital um den Planeten; internationale Kanzleien erreichen Umsätze, die an das Bruttosozialprodukt ganzer Staaten heranreichen. In der Rechtstheorie, die vor allem in Deutschland noch immer den Richter zum Leitbild ihrer Bemühungen macht, werden diese Differenzierungen kaum einmal reflektiert. Das Seminar versucht, Stellung und Tätigkeit des Juristen in der modernen Gesellschaft durch soziologische und theoretische Annäherungen zu klären.

 

Termin: Freitag, 3.2.–Sonntag, 5.2.2017, Altes Palais 9, Raum 210

 

Sommersemester 2016

 

Seminar: Juristen. Theorie und Geschichte der Verwalter des Rechts

Zurecht sollte man uns Priester nennen, verkünden die römischen Juristen einleitend in den Digesten. Die Vorstellung, der Juristenstand bilde eine privilegierte Elite, ist seither in Staat und Gesellschaft weit verbreitet. Die einen erfreuen sich daran und versuchen, über die Profession Herrschaftswissen zu erreichen, die anderen arbeiten sich daran ab und kritisieren Klassenjustiz und Demokratiedefizite. Das Seminar versucht, Stellung und Eigenheiten des Juristen in der modernen Gesellschaft durch historische, soziologische und theoretische Annäherungen zu klären.

 

Termin: Freitag, 1.7.–Sonntag, 3.7., Altes Palais 9, Raum 210
Art der Veranstaltung: Seminar (2 SWS)

 

Wintersemester 2015/2016

 

Seminar: Die Normalität des Rechts

In westlichen Gesellschaften ist man seit der Aufklärung daran gewöhnt, die Lösung von Konflikten an das Recht zu delegieren. Dem Seminar geht es darum, diese Selbstverständlichkeit in möglichst umfassender Perspektive zu hinterfragen. Thematisiert werden soll dabei insbesondere, inwieweit rechtliche Normativität von gesellschaftlicher Normalität abhängt und ob sie sich auch im Ausnahmezustand durchhalten läßt. Darüber hinaus soll es um konkrete juristische Techniken gehen, mit denen das Recht eine Normalität definiert und dadurch abweichendes Verhalten sanktioniert.

 

Termin: Mittwoch, 18–21, Altes Palais 9, Raum 210