Letzte Änderung: 20. Juli 2017

Benjamin Lahusen

Postanschrift                                  

Benjamin Lahusen
Humboldt-Universität zu Berlin
Juristische Fakultät
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Sitz

 

Unter den Linden 11 (Gouverneurshaus)
Raum 404

Kontakt

 

Tel.: 030-2093-3566
E-Mail: benjamin.lahusen@rewi.hu-berlin.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung

                                                     Dr. Benjamin Lahusen
 © Mirko Krenzel für VolkswagenStiftung

Vita

 

Ich wurde 1979 in Stuttgart geboren, habe in Tübingen, Lausanne, Berlin (HU) und New York (Columbia) Rechtswissenschaft studiert, war nach dem ersten Staatsexamen drei Jahre Doktorand am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main, wurde am Berliner Kammergericht zum Volljuristen ausgebildet, habe danach fünf Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Rostock gearbeitet und bin seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

Forschung

 

Meine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf Rechtsgeschichte und Rechtstheorie der Neuzeit. 2007 habe ich gemeinsam mit Rainer Maria Kiesow, Regina Ogorek und Dieter Simon die Zeitschrift Myops gegründet, eine Art juristisches Feuilleton, das dreimal im Jahr erscheint und vor allem Texte aus den Grundlagenfächern versammelt.

In meiner Dissertation über Rechtspositivismus und juristische Methodenlehre (2011) habe ich versucht, den juristischen Positivismus mit Hilfe eines systemtheoretischen Vokabulars zu rekonstruieren. Ein anschließender Essay beschäftigt sich mit Leben und Werk von Friedrich Carl von Savigny (2012), dessen konservatives Programm unser Verständnis von Rechtswissenschaft bis heute prägt.

Danach habe ich mit Unterstützung der Daimler-Benz-Stiftung Herkunft und Ausprägung des sogenannten „Stillstandes der Rechtspflege” untersucht, einer Besonderheit, derer sich die deutsche Zivilprozeßordnung bedient, um den Ausnahmezustand zu domestizieren und juristisch handhabbar zu machen. Flächendeckend eingetreten ist dieser Stillstand nur ein einziges Mal: Mit dem Einmarsch der Alliierten seit September 1944. Die Ergebnisse dieser Studie wende ich seit 2014 auf die Justiz der Stunde Null insgesamt an. Gefördert von der VolkswagenStiftung erforsche ich, wie sich in konkreten Verfahrensakten aus allen Rechtsgebieten der gesellschaftliche Ausnahmezustand des Jahres 1945 widerspiegelt. Dabei geht es mir darum herauszuarbeiten, welche Normalitätsvorstellungen sich im Recht ablagern und wie sie dort gegen die Verwerfungen der Zeitläufte verteidigt werden. Das Vorhaben ist auf fünf Jahre angelegt (2014–2019).

 

Publikationen

 

Myops. Berichte aus der Welt des Rechts, hg. von Rainer Maria Kiesow, Benjamin Lahusen, Regina Ogorek, Dieter Simon. München: C.H. Beck, seit 2007, drei Bände pro Jahr.

Redakteur bei ancilla iuris. Lagen des Rechts (seit 2007)

Redakteur bei H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften (seit 2017)

 

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

 

2007

 

2006

 

2005